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Kürbiskernöl wird oft als „schwarzes oder Pepita Öl“ bezeichnet und hat einen nussigen, süßlichen Geschmack und einen krautig würzigen Geruch. Es ist vollgepackt mit Nährstoffen sowie Vitaminen B1, B6, E, A und K. Es bietet weiterhin eine gute Aufnahmequelle für Magnesium, Kalzium und ungesättigte Fettsäuren. Das Öl wird aus den gerösteten Samen der Kürbisse hergestellt. Der Prozess der Ölherstellung ist jedoch langwierig und zeitaufwendig. Dennoch wird nach wie vor die traditionelle Herstellung von Kürbiskernöl in Ländern wie Slowenien, Rumänien, Kroatien, Ungarn und in der Steiermark in Österreich immer noch praktiziert. Dort wird es aus gerösteten Samen der jeweiligen lokalen Kürbissorten hergestellt.

Kerne oder Öl?

Sowohl Kürbiskerne als auch Kürbiskernöl sind reich an Omega-Fettsäuren. Kürbiskerne sind eine gute Quelle von Omega-3 (Alpha-Linolensäure oder ALA) und Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) und Omega-9 (Ölsäure).

Diese Fette sind die sogenannten guten Fette. Sowohl Omega-3 als auch Omega-6 sind wichtig für einen gesunden Körper. Sie können allerdings nicht eigenstandig vom Körper hergestellt werden, sondern müssen über die Ernährung dem Körper zugeführt werden.

Dabei gilt zu beachten dass das Verhältnis von Omega-3s und -6s ausgeglichen ist. Ein ideales oder optimales Verhältnis von Omega-6s zu -3s liegt zwischen 1: 1 und 4: 1. Bei den meisten liegt dieses Verhältnis eher bei 16: 1, welches als nicht gesund betrachtet werden muss.

Omega-9 ist eigentlich eine nicht-essentielle Fettsäure. Der Körper kann sie selbst herstellen, sofern er hierfür genügend Omega-3 und Omega-6 essentielle Fettsäuren zur Verfügung hat. Ist dies nicht der Fall, muss Omega-9 ebenfalls über die Nahrung zugeführt werden.

Steirisches Kürbiskernöl  oder “Grünes Gold”

Eine Spezialität ist das Kürbiskernöl aus der Steirmark. Dieses Öl wird auch „grünes Gold“ genannt wegen seiner reichen, grünen Farbe. Es wird aus den Samen des steirischen Ölkürbisses (Cucurbita pepo var. styriaca) gewonnen, der speziell in dieser Region in Österreich heimisch ist. Diese Kürbisse eignen sich perfekt für dieses Öl, da die Samen keine harten, zähen Hüllen wie die anderer Kürbisse haben. Der Samenkern wird lediglich durch ein dünnes Silberhäutchen geschützt.

Diese Mutation entstand zufällig im 19. Jahrhundert und wurde fortan versucht diese Varietät speziell zu züchten. Ab 1870 gelang ein verbreiteter Anbau in der Steiermark. Diese spezielle Mutation ermöglicht eine effizientere Pressung des Kürbiskernöls.

Um einen Liter Öl zu produzieren werden etwa 2,5 – 3 Kilogramm Samen benötigt. Ein Kürbis produziert um die 1.000 Samen. Das sind etwa 35 Kürbisse auf einen Liter Öl.

Zu beachten ist, dass Kürbiskernöl genau genommen kein typisch kalt gepresstes Öl wie z. B. Olivenöl ist. Da es jedoch bei der Pressung nicht aktiv erhitzt wird, sondern die Röstmasse mechanisch gepresst wird, ist es auch keine Heißpressung.

Das Österreichische Lebensmittelbuch regelt in Österreich Sachbezeichnungen und Begriffsbestimungen. Es definiert “kaltgepresste Öle” so:

“Kaltgepresste Öle sind nicht raffinierte Öle, die ohne Wärmezufuhr nur durch mechanische Verfahren gewonnen werden. Sie werden nicht entschleimt, (teil-)entsäuert, gebleicht, desodoriert und/oder fraktioniert. Zur Entfernung der Trübstoffe sind Dekantieren, Filtrieren und/oder Zentrifugieren üblich. Die Filtration wird mit Papier- oder Stofffiltern oder anderen inerten Filterhilfsstoffen durchgeführt.
Vor- bzw. Nachbehandlungsverfahren wie Rösten der Rohware und/oder Waschen, Dämpfen des Öles sind möglich und werden durch entsprechende Hinweise angegeben.
Sie enthalten keine Zusatzstoffe.
Werden kaltgepresste Öle zusätzlich als nativ bezeichnet, so erfolgt eine Vorbehandlung der Saat ausschließlich durch mechanische Verfahren. Eine Nachbehandlung des Öles erfolgt nur durch Dekantieren, Filtrieren und/oder Zentrifugieren.”

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